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23.10.2018

Amnesty international zu Gast in St. Elisabeth

Ein Bericht von Adelina Bisevac & Katharina Hehl (8b)

Am 23.10.18 hatte unsere Klasse (8b) Besuch von Frau Morstadt. Sie arbeitet für Amnesty international und hat uns erzählt, dass dies eine Organisation ist, die sich für Menschenrechte einsetzt.1961 wurde Amnesty international von dem Rechtsanwalt Peter Bebens gegründet und noch im selben Jahr wurde Amnesty international in Deutschland gegründet.1971 gründete Else Sterner Amnesty international für den Bodenseekreis. Ehrenamtliche Mitarbeiter werden von der Organisation in Schulen geschickt, um den Kindern zu zeigen, was in der Welt passiert und was wir dazu beitragen.

Frau Morstadt hat uns erklärt, dass wir mit ständigen Käufen von Handys viel anrichten (Verschwendung von seltenen Rohstoffen). Außerdem hat sie uns nahegebracht, dass jeder Mensch die gleichen Rechte hat, egal ob er reich oder arm, hell- oder dunkelhäutig ist. Jeder hat das Recht auf Gleichberechtigung und Wertschätzung. Frau Morstadt hat uns auch erklärt, wie normale Kinder zu Kindersoldaten werden. Da die "echten" Soldaten zu teuer sind, entführen sie Kinder aus armen Verhältnissen und bilden sie zu Soldaten aus. Sie müssen manchmal ihre Familie töten, um "abzuhärten". Wenn die Kinder in den Krieg geschickt werden, haben sie die ganze Zeit eine Waffe in der Hand und dabei wird ihnen gesagt, dass die Waffe ihr Freund sei. Im Krieg müssen die Kinder die Gegner töten, die Waffen abnehmen, Essen, Wasser und Holz besorgen. Die Mädchen werden oft vergewaltigt, um die Bedürfnisse der Soldaten zu befriedigen. Die Kinder werden unter Drogen und Alkohol gesetzt, damit es ihnen leichter fällt andere Menschen zu töten. Aber auch wenn sie es zurückschaffen, haben sie ein schweres Leben, denn sie werden von ihren Familien und aus ihrem Dorf verstoßen, weil alle Angst vor den Kindersoldaten haben.

Im Anschluss an den Vortrag von Frau Morstadt haben wir ein Film über das belgische Kongo angeschaut, in dem gezeigt wurde, wie schwer das Leben für die Menschen dort ist. Sie verdienen sehr wenig Geld, obwohl sie den ganzen Tag hart arbeiten. Sie arbeiten zum Beispiel auf Märkten, Feldern und in Coltan-Minen, aber verdienen nur knapp 1$ pro Tag. In manchen Regionen gibt es fast keine Tiere mehr, weil die Soldaten die Kühe und Rinder immer wieder klauen, damit sie etwas zu essen haben. Die Referentin berichtete uns, dass seit sehr vielen Jahren Krieg im Kongo herrscht, weil es dort sehr viel Coltan gibt und viele Länder es für die Herstellung ihrer elektrischen Geräte (vor allem Handys) wollen.

Wir fanden es sehr erschreckend, wie manche Menschen leben und wie gut wir es eigentlich haben. Außerdem hat es uns erschüttert, dass wir so viel Schlechtes dazu beitragen.