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13.08.2016

Bildung anders: Schüler spielen mit Flüchtlingskindern

Sechstklässler der St. Elisabeth-Schule verbringen ihren Projektunterricht mit Kindern aus Syrien und Afghanistan

Der Schulhof wird zum Ort der Begegnung: Buntes Treiben hat kürzlich die Mädchen- und Jungenrealschule St. Elisabeth in Friedrichshafen beherrscht. Der Grund: Jungen der sechsten Klasse hatten ihre Eltern eingeladen, um die syrischen und afghanischen Kinder und deren Eltern kennenzulernen, mit denen sie seit April jeden Montagnachmittag spielen.
Im März suchten die Kinder und ihre Klassenlehrerin ein neues Thema für ihren Projektunterricht, wovon zwei Stunden auf den Montagnachmittag fielen. Die Einstiegsfrage war dann schließlich "Was wisst ihr eigentlich über Flüchtlinge?" Die Zwölfjährigen gaben vielfältige Antworten, wie die Schule mitteilt. Sie diskutierten viel. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, eine Spielgruppe für Flüchtlingskinder anzubieten, gab es ein einstimmiges Ja. Fieberhaft überlegten sie, was sie alles mit den Kindern spielen könnten. Ende April begrüßten die Schüler zum ersten Mal elf Flüchtlingskinder im Alter von vier bis zwölf Jahren zum Spielenachmittag. Die Jungen hatten viele Spielsachen von zu Hause mitgebracht - darunter Lego-Bausteine, Brettspiele, Malbücher und Bastelsachen. Um sich mit ihren Gästen zu verständigen, schnappten die Jungen sogar aus dem Internet einige arabische Wörter und Zahlen auf.
Als das Wetter schöner wurde, war der Pausenhof sehr begehrt: Fußball, Tischtennis und Federball bestimmten das Spiel. In der Zwischenzeit überwanden die Kinder die Sprachbarriere und lernten sich näher kennen. Schließlich planten sie das Fest, damit sich auch ihre Eltern kennenlernten. Alle trugen etwas zum Buffet bei, die Kinder spielten, die Eltern unterhielten sich.

Quelle: Schwäbische Zeitung