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26.06.2019

Pulverbeschichtung bei der Firma Wagner

Am 25.06 besuchten wir mit unserer Technik Gruppe und den Technik Gruppen aus unserer Parallelklasse die Firma Wagner in Markdorf. Ziel unserer kleinen Exkursion war die Pulverbeschichtung unseres Werkstückes Rennwagen. Wir wurden zunächst durch die Lagerhalle geführt. Uns wurde ein Raum zugewiesen, in dem eine kurze Begrüßung stattfand und in dem wir uns aufhalten konnten. Ein Auszubildender namens Nico leitete die Führung und war unser Ansprechpartner für alles.

Dann begann der Prozess des Pulverbeschichtens. Zunächst mussten wir unser Werkstück auspacken und auf den bereitgestellten Tischen säubern. Jede Gruppe bekam ihren eigenen Tisch. Danach zeigte Nico uns, was genau eine Pulverbeschichtung ist und demonstrierte uns anhand eines Heizungskörpers, wie man das Werkstück mit dem Pulver „beschießen“ muss.

Das Prinzip des Pulverbeschichtens ist ganz einfach, ein mehlartiges Pulver wird durch einen Trichter in eine Farbpistole gegeben. Drückt man nun auf den Abzug der Pistole wird das Pulver herausgeschossen. Das Werkstück, das pulverbeschichtet werden soll, wird an einem Haken an ein Elektrostat gehängt und somit elektrostatisch aufgeladen. Dadurch halten die feinen Pulverteilchen am Metall fest. Schaltet man diesen ein, so setzt man das Werkstück unter Strom. Das ist nötig, damit das Pulver an der Oberfläche haften bleibt. Nachdem wir gezeigt bekommen hatten, wie das Beschichten funktioniert, ging es los.

Die auf dem Tisch liegenden Werkstücke mussten wir mit Brennspiritus von Fettflecken und Schmutz befreien. Wir zogen Handschuhe an und säuberten mit einem Tuch ziemlich gründlich die Oberflächen. Nachdem wir fertig waren, durfte unsere Gruppe mit dem Pulverbeschichten beginnen, da wir mit unserer Klasse um 11:45 Uhr nach Stuttgart in ein Musical fuhren.

Zuerst hängten wir unsere Bauteile auf unterschiedlich große Haken. Danach beschoss ich meine Teile mit mattschwarzem Pulver. Hier musste man besonders aufpassen, da weder zu viel noch zu wenig Pulver auf der Oberfläche sein sollte. Falls zu viel Pulver darauf besprüht wird, kann man mit einem Kompressor und Luftdüse das Pulver wieder entfernen.

Nachdem ich alle Teile besprüht hatte, musste ich sie an einer Stange aufhängen. Als unsere Gruppe fertig war, schob ein Mitarbeiter unsere Werkstücke in einen riesigen Ofen. In diesem wurde das Pulver gebrannt. Das dauerte ca. 15-20 Minuten. Das Gestänge, an dem unsere Werkstücke hingen wurde an einer Art Schiene umhergeschoben, was sehr faszinierend war. Bis wir unsere Werkstücke schließlich abhängen konnten, vergingen knappe 35 Minuten. Die Farbe fühlte sich eingebrannt an, wie Autolack. Nachdem wir alle Teile abgehängt hatten, verpackten wir sie vorsichtig in Zewa Tücher, damit sie nicht verkratzten. Es war ein sehr interessanter und erlebnisreicher Vormittag bei der Firma Wagner. St. Elisabeth bedankt sich ganz herzlich bei der Fa. Wagner, dass wir auch in diesem Jahr wieder kommen durften.

Leonie Losch 06/2019

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