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22.06.2018

Traumberuf Industriemechanikerin

Schülerinnen von St. Elisabeth feiern Abschluss der 8. "Girls'Day Akademie"

In der Wissenswerkstatt im ZF-Forum fand am Mittwoch der Abschluss der diesjährigen Girls'Day Akademie (GDA) statt. Elf Schülerinnen aus der Klassenstufe 9 der Mädchen- und Jungenrealschule St. Elisabeth in Friedrichshafen hatten zuvor ein Schuljahr lang ein vielfältiges Programm rund um naturwissenschaftliche und technische Ausbildungsberufe durchlaufen. Vor Eltern, Lehrern und Vertretern der GDA-Kooperationspartner präsentierten die Schülerinnen unterhaltsam und selbstbewusst ihre Erfahrungen, bevor sie aus der Hand von Projektleiterin Yvonne Walker von der Beruflichen Bildung gGmbH (BBQ) das Teilnahme-Zertifikat der Girls'Day Akademie entgegennehmen durften.

Zu Beginn begrüßte Ulrich Meister, der stellvertretende Schulleiter von St. Elisabeth, die Teilnehmerinnen und ihre Eltern, Projektleiterin Walker und seine für "Berufliche Orientierung in der Realschule" (BORS) in St. Elisabeth verantwortlichen Kollegen, Andreas Nusser und Nicole Bleier, sowie die Vertreter der beteiligten Unternehmen und Bildungseinrichtungen aus der Region. Meister dankte allen Kooperationspartnern für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Girls'Day Akademie und lobte den persönlichen Einsatz und die Leistungsbereitschaft der jugendlichen Teilnehmerinnen. Dann berichteten die Schülerinnen selbst darüber, was sie seit Oktober jeweils mittwochnachmittags unternommen und welche Erfahrungen sie dabei gemacht hatten: Ein Nachmittag Team-Building in der Boulderhalle in Ravensburg, zwei Nachmittage in der Wissenswerkstatt (Bionik, 3D-Drucker), eine Schnuppervorlesung in der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) im Campus Fallenbrunnen (um den Unterschied zwischen Unterricht und Vorlesung kennenzulernen), dort auch verschiedene Laborversuche und ein Flug über Friedrichshafen mit dem Flugsimulator. In der Lernfabrik Fallenbrunnen ging es um das Thema "Industrie 4.0" (Digitalisierung, Automatisierung, Robotik, Programmieren), bei Rohwedder in Bermatingen bekamen die Teilnehmerinnen Einblicke in Medizintechnik und Montagetechnik, bauten Schaltungen und trafen eine "Azubine", die früher selbst Schülerin in St. Elisabeth war und auch schon an der GDA teilgenommen hatte. Im Discover Industry Truck vom Bildungsnetzwerk Baden-Württemberg ("coaching4future") ging es vor allem um 3D-Scanner und 3D-Drucker. Bei der ZF Friedrichshafen AG wurden die Schülerinnen von Azubis durch das Ausbildungszentrum geführt und durften einen Einstellungstest und ein Probevorstellungsgespräch durchlaufen. Bei MTU (Rolls Royce Power Systems) gab es an fünf Nachmittagen Einblicke in die Welt der großen Motoren, jede Teilnehmerin bekam einen Azubi zur Seite und konnte Grundtechniken wie Löten, Bohren, Fräsen ausprobieren. Bei Airbus in Immenstaad erhielten die Schülerinnen einen Vortrag zur Messung von Lichtgeschwindigkeit, durften selbst ein Messgerät löten und ein Werkstück testen.

Alle Teilnehmerinnen zeigten sich in ihren Präsentationen begeistert von der Girls'Day Akademie (GDA). Für einige steht nun fest, dass sie nach dem Schulabschluss auf jeden Fall einen technischen Beruf ergreifen möchten. Anderen wird die persönliche Auseinandersetzung mit MINT-Berufen (MINT steht für Mathematik, Ingenieurswissenschaften, Naturwissenschaft und Technik) auch in vermeintlich nicht-technischen Berufen, etwa im künstlerischen Bereich, zugutekommen, und auch diejenigen, die durch die GDA herausgefunden haben, dass ein technischer Beruf für sie nicht infrage kommt, konnten sich durch das intensive Informations- und Coaching-Programm der GDA in ihren persönlichen und sozialen Kompetenzen weiterentwickeln. Das Teilnahmezertifikat der Girls'Day Akademie werden die Schülerinnen in den kommenden Jahren auf jeden Fall ihren Bewerbungen beilegen.

Weitere Bilder der Abschlussveranstaltung finden Sie in der Bildergalerie

Text: Erdmuthe Döffinger-Lange